🎧 Albania Audio Tours · Byllis Archaeological Park
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Auf einem Kalksteinrücken, 524 Meter über dem Tal des Flusses Vjosa, bietet die antike Stadt Byllis eine Aussicht, die ihre strategische Bedeutung sofort erkennen lässt. Im 4. Jahrhundert v. Chr. als Hauptstadt einer kleinen illyrischen Republik gegründet, der Byllionen, deren Namen sie trägt, kontrollierte die Stadt die Binnenroute zwischen der Adriaküste und dem mazedonischen Hinterland. Ihre massiven Verteidigungsmauern, errichtet aus behauenen Kalksteinblöcken, die den Hang hinaufgeschleppt wurden und sich über fast zwei Kilometer erstrecken, gehören zu den beeindruckendsten illyrischen Befestigungsanlagen, die in Albanien erhalten geblieben sind.
Die Römer eroberten Byllis im Jahr 229 v. Chr. während des Ersten Illyrischen Krieges und wandelten es in eine römische Kolonie um. Sie legten innerhalb der bestehenden illyrischen Mauern ein Wohnraster, ein Arsenal, öffentliche Bäder, ein Abwassersystem und öffentliche Gebäude an. Die Stadt wurde immer wieder geplündert und stets wieder aufgebaut. Unter byzantinischer Herrschaft wurde sie zum Sitz einer Diözese und mit einigen der schönsten Mosaikbasiliken Albaniens bereichert. Die größte, die sogenannte Kathedrale, umfasst eine Kirche, ein Baptisterium und einen kirchlichen Palast. Drei ihrer Bodenmosaike wurden vorübergehend zur Besichtigung freigelegt, und ihre Qualität kann es mit allem in der Region aufnehmen.
Byllis wurde 2003 zusammen mit Apollonia zu einem archäologischen Park erklärt. Wie sein westlicher Nachbar ist es noch weitgehend unerforscht; Archäologen schätzen, dass die überwiegende Mehrheit der Stadt noch unter der Oberfläche liegt. Was bisher freigelegt wurde, umfasst bereits 2.400 Jahre kontinuierlicher Besiedlung, von der illyrischen Vorgeschichte bis zum Ende der byzantinischen Periode. Dies wird sichtbar in der Schichtung verschiedener Bauphasen innerhalb derselben Stätte.
Die Lage auf dem Bergrücken ist in jeder Hinsicht dramatisch: das Vjosa-Tal weit unten, die Berge des albanischen Hinterlandes dahinter und das Gefühl einer Stadt, die gebaut wurde, um gesehen zu werden und von der aus man alles sehen kann. Um nach Byllis zu gelangen, fährt man ein kurzes Stück auf einer Landstraße von der Stadt Ballsh aus, gefolgt von einem Spaziergang hinauf zu den Mauern. Die Stätte ist selten überlaufen, und die Kombination aus den antiken Mauern, den Mosaikbasiliken und den Panoramablicken macht sie zu einer der lohnenswertesten und am wenigsten besuchten archäologischen Stätten Albaniens.
💡 Did You Know?
Das antike Byllis war eine der wenigen Städte hier in der Region, die als rein illyrische Gründung entstand und sich später zu einem blühenden römischen und frühchristlichen Zentrum wandelte, ohne dabei je ihre ursprüngliche Identität einzubüßen.
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